Anti McDonalds: Ein Fazit

Nach meinem Eintrag vom 17.Juni dachte ich, ist es nun Zeit für ein kurzes Fazit der ganzen AntiMcDonalds-Kampagnen etc.

Zuerst nach Kreuzberg: Dort ist der McDonalds inzwischen fertiggestellt. Dort wird sich weiterhin aufgeregt, McWiderstand, McRisiko und Co. agieren weiter und jeden Dienstag finden „Anti-Mc-Donalds-Picknicke“ statt. Inzwischen werden sogar Vergleiche zu „Sexshops vor Schulen“ gezogen, da die erste McDo-Filiale in Kreuzberg nun tatsächlich in der Nähe von einer Berufsschule liegt und die Schüler als Zielgruppe nutzt.

Mehr nachzulesen u.A. auf welt.de.

Nun zur kleinen bayrischen Gemeinde. Auch hier wurde der McDonalds eröffnet, jedoch in einem leicht anderen Format als gewohnt. In Kombi mit einem McCafe kommt man in einem durchgestylten Laden und latscht als erstes zur „Infotheke“, wo man auf Flatscreens das Angebot gezeigt bekommt und bestellen darf. Dafür gibt’s einen Beleg, auf dem eine Nummer steht (der Vergleich zur Arbeitsagentur liegt nahe) und mit der man sich am Abholschalter (wahrscheinlich auch Terminal genannt, soweit meine Vermutung) sein Essen abholen darf, sobald auf dem Flatscreen über der Theke die eigene Nummer erscheint. Kai Pflaume war bei der Eröffnung auch dabei, Foto gab’s im Münchner Merkur dazu auch. Auch hier: gleich das Gymnasium mit 1200 Schülern um die Ecke.

Zusammenfassung also:

Weder in Kreuzberg (mit Medieninteresse und Aktionen und pipapo) noch im Landkreis München (siehe leiser Protest der Eltern und der Grünen) hat es etwas gebracht, beide McDonalds-Filialen wurden im Nu gebaut und eröffnet. Man sieht also, dass sich die eigentlich so fernen Welten doch äußerst nah sein können, wenn sie nur wollen.

Was gibt’s weiter zu McDonalds und Protesten zu sagen?

Nun, beides hat mit Hühnchen zu tun, das Eine auch mit Geld. Fangen wir mit dem Interessanten an. Also, das Hühnchen:

Der McChicken ist inzwischen rund und nicht mehr länglich, vom Format also deutlich dem Chickenburger angepasst, kleiner als der Alte ist er außerdem auch noch -> es schreit geradezu nach Preiserhöhung, ähnlich dem „kleinen Getränk“, das nur noch 0,25l statt 0,33l sind.

Zum zweiten Huhn also: Der Chickenburger, einst Mitglied in der Riege des „McDonalds Einmaleins 1×1″, kostet stolze 1,30€ (Preiserhöhung, Preiserhöhung…). Aber da der Beitrag ja AntiMcDonalds heißt, müssen hier natürlich auch diverse Protestaktionen aufgeführt werden, so z.B.

http://www.rettet-den-chickenburger.dl.am/

oder auch

http://www.mc-chicken.de/

die eigentlich für den Chickenburger kämpfen und wohl nicht ganz den Unterschied zum oben erwähnten McChicken verstanden haben. Aber gut, so viel Kenntnis über das McDonalds-Sortiment zu besitzen gehört wohl zum „Wissen, das man nicht wissen sollte“, so erwähnt in Dietrich Schwanitz Buch „Bildung – Alles was man wissen muss“ (hierbei auch als Buchtipp erwähnt).

Weiter im Text: Ebenso erhört: kleine Portion Pommes frites von 1€ auf 1,20€ und der Gartensalat von 1€ auf 1,49€. Dafür gibt’s zwar noch keine Petition, kommt aber sicher alles noch. Soweit also das „kurze“ Fazit, in weiteren McDonalds-Angelegenheiten auf dem Laufenden zu halten ist zwar peinlich, aber immerhin brachte mir der Suchbegriff „mcdonalds“ in den letzten Monaten die meisten Klicks auf diesen Blog, was vielleicht ja auch einfach für meine Zielgruppe spricht. Petitionen für mehr McDonalds-Artikel auf diesem Blog sind gern gesehen.

Fotoquellen siehe Links (welt.de und merkur-online.de)

Kommentar schreiben