…oder auch: Wie schreibe ich überhaupt Phänomen?
Nachdem nun auch diese Rechtschreibverwirrungen behoben sind, kann ich ja zu meinem eigentlichen Thema dieses Blogeintrags (dem ersten seit Langem!) kommen:
Fühlt es sich für jeden komisch an, an einem Samstagabend (oder sei es jetzt der Abend vor einem Feiertag) daheimzubleiben?
Auf eine fast leere ICQ-Liste zu starren, auf der allerdings die wenigen, die online sind, als away gekennzeichnet sind und man sich sicher sein kann, dass wiederum die Hälfte von diesen wenigen ICQ-Online-Leuten schlichtweg vergessen haben, den PC herunterzufahren und gerade dicke Party irgendwo machen und wahrscheinlich den größten Abend ihres Lebens erleben, während man selbst gelangweilt daheim sitzt und nicht weiß, wohin mit seiner Zeit. Sicher erleben sie gerade nicht den größten Abend ihres Lebens, aber sie könnten ja. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist bei ihnen zumindest größer als bei mir.
Eigentlich ja lächerlich, und irgendwo auch Gruppenzwang und Orientierung an der Allgemeinheit/Masse (ja sonst wären ja so viele in ICQ on wie unter der Woche auch!), aber es gibt ja Momente, in denen einem das vollkommen egal ist. Verstärkt wird das Phänomen natürlich noch, wenn man sich eigentlich den ganzen Tag darum gekümmert hat, eine einigermaßen sinnvolle Abendgestaltung zu finden und entweder alle schlecht drauf sind und deshalb nicht mitkommen, oder alle irgendeine Party besuchen, zu der man selbst nicht eingeladen ist. Ergebnis: Man wird genauso schlecht drauf wie diejenigen, die mitunter daran Schuld haben, dass man nun in dieser dummen Lage steckt und trotz größter Bemühungen und Googlesuchen einfach nichts für einen solchen Abend gefunden hat, was zu tun ist.
Aber irgendwie muss man den Abend ja rumbringen und ich bin schon dabei, meinen alten jetzt.de-Account mal wieder zu aktivieren und mich bei neon.de anzumelden. Eigentlich ja alles derselbe Käse. Da wird der Artikel auch gleich mal veröffentlicht, und es ist wieder ein Schritt in Ende dieses Abends getan.