45 Tage Haft, 1 1/2 Monate Verzicht auf das süße Leben in L.A. – welch Schreckensvisionen müssen Paris Hilton im Schlaf verfolgt haben, dass sie nun wieder auf freiem Fuß ist.
Wobei, auf freiem Fuß stimmt ja nicht ganz – Fußfesseln muss sie tragen. So entkommt man also einer neun Quadratmeter großen Zelle und kann seine Strafe wenigstens im trauten Heim bei Tinkerbell, Fernseher und Blackberry (wenn nicht gerade gehackt) verbringen.
„Emotional am Boden und traumatisiert“ sei seine Patientin, so Hiltons Psychiater bereits vor 3 Wochen. Nicht auszudenken also, welch Höllenqualen die arme Frau mitmachen musste, als sie noch bei den MTV Awards am 3.Juni gestrahlt hat; ganz nach dem Motto „The Show must go on“
Zu laut, zu hell, wohl auch zu ungemütlich war es ihr im Lynwooder Frauengefängnis, so dass sie nun aus medizinischen Gründen (eine Wertung dieser sei jedem selbst überlassen) überstellt wurde. Ja, sie würde nicht „entlassen“, sondern „überstellt“, nach Hause, wo sie nun die restlichen 40 Tage Strafe absitzen muss.
Ich kann mir nur nicht so ganz vorstellen, dass der Staat Kalifornien bei dieser Regelung an reiche Hotelerbinnen mit entsprechendem Zuhause gerechnet hat, aber vor dem Gesetz sind wir ja selbstverständlich alle gleich. Ob diese Gleichheit auch auf jeden anderen in ihrer Situation angewendet worden wäre, ist freilich die andere Frage.
Immerhin hat sie 11% ihrer Haftzeit auch so verbracht, wie man sich eine Haft vorstellt, also Willkommen zurück in Fast-Freiheit!
Schade hierbei nur, dass ich Ghostdogs Gefängis-Tagebuch mit äußerstem Interesse verfolgt habe – immerhin, 4 Folgen gab es ja
(Bild: AP Photo/Kevork Djansezian)
