Archiv fürJuni 6, 2007

Session #5 – Illegal in der Uni oder: Pausenhof’s Next Topmodel

Illegal,  was hat sie nur getan, dass sie sich Illegal in einer Universität aufhalten konnte?!

Nun gut, über dem Eingang der LMU in München steht ja nicht (ganz im Gegensatz zu den Bahnhöfen des MVV/Münchner Nahverkehrs, für alle Unkundigen), dass man sich in den Gemäuern nur im Besitz eines gültigen Studentenausweises aufhalten darf. Aber den Ausweis habe ich trotzdem nicht, und Semestergebühren habe ich auch nicht gezahlt.

Wäre also das illegal pseudo-geklärt (ja, ich will dramatisieren, vielleicht kommen dann ja mal Besucher auf den Blog!), wieso ich in der LMU war, erklärt sich nun:

Der Michi war so freundlich, mich in seinen Translation-Kurs mitzunehmen, in dem ich das Vergnügen hatte, mir 1 1/2 Stunden Translation-Unterricht von einem Schotten anzuhören, der nicht nur eigentlich sondern auch wirklich Ähnlichkeit mit Harry Potter himself hat.  War ganz interessant, und ich hätte nicht einmal gedacht, dass ich doch so viel verstehen würde.

Nur…Weisheit des Tages:  Ich bin doch irgendwie froh, noch Schülerin zu sein.

Warum?

Weil mir das Studentenleben (logischerweise) doch um einiges stressiger erscheint als das meine. Weil in Schwabing alle Studentinnen am frühen Abend gleich aussehen, alle in T-Shirt und Jeans, alle mit unförmigen Rucksäcken oder Umhängetaschen auf dem Rücken – auf dem Laufsteg der Schülerinnen (= Pausenhof) werden wenigstens noch Geschütze aufgefahren, da will man die Beste und die Schönste sein, da wird gelaufen, als ginge es darum, Germany’s Next Topmodel zu gewinnen und von Bruce Darnell das höchste Lob zu empfangen. H&M trägt zwar jeder, zwar hat jeder fast den gleichen Haarschnitt auf dem Kopf und die armen Handtaschen, in die die nötigsten Utensilien gequetscht wurden, kennt man sowieso alle, aber gut. Ich rede hier übrigens bewusst von Utensilien, denn Hefte und Bücher zählen da seltenst dazu, nur frage ich mich, woher die Mädels im Unterricht dann doch immer ihr Zeug aufs Pult zaubern.

Vielleicht greifen sie alle noch auf Jute-Einkaufstüten zurück. Oder auch nicht, wer weiß, ich bleib bei meinem Dakine Wonder (den übrigens auch jeder hat, der nicht mit Handtasche herumläuft, der aber nicht ganz so unförmig wie manch anderer Rucksack aussieht :P )  und reiss’ hier die Klappe weit auf.