Blog Reload: brunette-aspects.de

Liebe (Mit-)Leserschaft:

Dieser Blog wird geschlossen, ich ziehe um. Genauer gesagt auf meine neue Domain www.brunette-aspects.de, über zahlreiche neue Besucher, Mitleser, Abonnenten und Verlinker würde ich mich freuen.

Ich bedanke mich für 3.852 Aufrufe :)

Session #(20)09 – Oh crap…

Ich wollte ja eigentlich den Blog reloaden. Neuer Hoster (vorerst ein freier), neues Layout, alles toll, neu, glänzend, hach.

Die Gründe hierfür liegen klar bei der eingeschränkten WordPress-Version auf wordpress.com, hier kann man nur aus einem kleinen Pool von Layouts wählen, wie man neue Plugins installiert habe ich immer noch nicht verstanden. Wenigstens gibt es hier WP Stats, dieses Plugin wollte ich nämlich auf meinem fix und fertigen neuen Blog installieren, es wollte meinen API Key und: Nichts ging. Weder Akismet (Spam-Filter) noch Stats konnten eine Verbindung zum wordpress.com-Server herstellen, um zu prüfen, ob mein persönlicher API Key auch stimmt. Grund hierfür: Mein Freehost lässt keine Verbindungen zu anderen Servern zu, haha!

Somit hätte ich also auch da eine eingeschränkte WordPress-Version, sodass ich vorerst noch hier bleibe. Demnächst werde ich wohl tatsächlich für Webspace bezahlen, den werde ich mir dann mit einer Seite meiner Eltern teilen. Bis dahin: Seid gespannt, bald gibt’s sevigny v2.0 (vielleicht dann auch mit einem anständigen Namen…)

Wieso müssen alle „Comedians“ eigentlich immer Angela Merkel imitieren?

Nach langer Zeit blogge ich mal wieder, denn: Es gab endlich Blog-Input, in Form von „Ottis Schlachthof“ am Freitagabend.

Dort trat unter Anderem ein gewisser Florian Schröder mit einem Auszug aus seinem aktuellen Kabarett-Programm auf. Als das Thema auf Angela Merkel (von ihm offenbar bei jedem Auftritt „Perle der Uckermark“ genannt) kam, kam es zugleich, wie es kommen musste: Er parodierte sie. Er imitierte sie. Und das auf die typische Weise: Ein bisschen Ossi-Sprech, ein bisschen doof gucken, vielleicht sogar ein bisschen Perücke. An alle Comedians Deutschlands: Das ist ausgelutscht.

Ich erinnere hierbei an Michael Mittermeier, der schon auf Merkel losgegangen ist, als diese weit vom Kanzleramt entfernt war. Da war das ja noch ansatzweise lustig, aber inzwischen ist der Dienstagabend auf Pro7 nur noch von „Angie Merkel“ überflutet. Zuerst die neuste Ausgabe von switch reloaded in der Martina Hill zu sehen,ist wie sie sich breitbeinig hinstellt, ungalant in die Runde winkt und einen Mutanten aus Angela Merkel und Mario Barth zum Besten gibt, danach folgt im Quatsch Comedy Club auch noch mindestens ein „Comedian“, der einen auf „Perle der Uckermark“ macht – Herr Gott, muss das sein? Und nun Florian Schröder gestern Abend beim sonst eher niveauvollen Schlachthof-Kabarett nach den Glanzdarbietungen von Monika Gruber und Josef Hader.

Apropos switch reloaded: Gibt es da nicht auch noch die Reinhold-Beckmann-Parodie? Hat (Florian) Schröder natürlich auch gebracht, dieses Mal allerdings mit keinem geringerem als Frank-Walter Steinmeier (bitte in breitestem Ossi-American-English-Versuch aussprechen!). Wobei der genauso als (Gerhard) Schröder durchgegangen wäre. Der Ketchup Song in der Kanzlerversion war ja mal ganz nett, aber hat sich Comedy seitdem nicht weiterentwickelt?

Besteht Comedy (fälschlicherweise auch gern als Kabarett bezeichnet) nur aus Politikerparodien und angeblichen, zugleich öden, Alltagsstories? Letzteres brachte nämlich Anka Zink auf der Schlachthofbühne, ein fiktives Gespräch im Supermarkt („Neben der Kräuterbutter“) mit einem Öko-Yuppie, der auf Omega-3-Fettsäuren achtet und ein Hybridfahrzeug fährt. Wobei: Was gibt es eigentlich an einem Hybridfahrzeug, über das man sich lustig machen kann? Zink wusste in der Geschichte angeblich nicht, was ein Hybridauto denn sei, ihre eigene Antwort: Das Auto kann teilweise von selbst fahren.

Ahahaha, nun gut, dass ein Hybridfahrzeug einen Elektromotor verwendet um anzufahren, und dieser auch noch mit der Energie, die beim Bremsen oder Bergabfahren frei wird, betrieben wird, das ist natürlich zum schieflachen. Der Nutzen für die Umwelt offenbar ebenso.

Wormwood Scrubs – das neue Lynwood?

Lynwood kennen wir ja bereits. Die Paris Hilton-Nicole Ritchie-Lindsay Lohan-Gefängnisstadt. Aber auch die Geburtsstadt von Kevin Costner, Weird Al Yankovich und Venus Williams!

Kann da Wormwood Scrubs in London mithalten? Selbstverständlich. Wenn man sich die Söhne und Töchter der Stadt London als solche betrachtet, sowieso. Dazu gibt’s bei Wikipedia nämlich gleich eine ganze Liste, nicht nur eine poplige Aufzählung, angehängt an einen vierzeiligen Artikel. Warum nun also der Vergleich zwischen Lynwood und London bzw. Wormwood Scrubs? Ganz einfach: Pete Doherty. Der erste Mann, den ich hier mal zu den Frauen stecke in Sachen „Wie haue ich am schnellsten wieder aus einem Gefängnis ab?“. Da hatte ich von den Engländern schon mehr erwartet als vom Staat Kalifornien. Denn laut SpiegelOnline verbüßte Doherty nur 4 von 14 Wochen Haftstrafe. Macht in Quoten (siehe hier: http://sevigny.wordpress.com/2007/08/27/lynwood/ ) ausgedrückt die Pete-Quote!

Pete-Quote: 28,57%, womit er immerhin Paris Hilton (11%) und Nicole Ritchie (1,4%) um Längen schlagen konnte und es wirklich am längsten von allen Lynwood-Kategoriemenschen auf diesem Blog im Gefängnis ausgehalten hat. Woran lag es? Den englischen Staatskassen? Der Sorge des englischen Staatest, ihn möglichst lange vom Drogendealer fernzuhalten, um der britischen Presse noch etwas Konjunktur in der anrollenden Rezession zu beschaffen?

Man weiß es nicht. Pete auf jeden Fall war angeblich clean, hatte Probleme mit seinen Mitinsassen und den Wächtern, und freut sich jetzt auf seine Miezekatzen. Man vergleiche hierzu Paris Hilton und Tinkerbell.

Session #8 – Schwarzwälder Kirsch Marmelade auf Hexal

Klingt komisch – war aber so. Die neuste Kombination für mehrere Tage: Schwartau Samt Kirsch-Schoko Fruchtaufstrich, gefolgt (oder auch andersrum) von einem netten Hexalantibiotikum.

Aber der Reihe nach. Was will der Leser wohl zuerst hören, meine Krankheits- und Arztgeschichte oder was über die Marmelade…also lieber Leser, hier darfst du selbst entscheiden. Lies weiter, wenn du etwas über die Marmelade erfahren willst. Scroll runter, wenn nicht.

Da habe ich also Kirsch-Schoko-Fruchtaufstrich/Marmelade im Supermarktregal gesehen. Da ich sowieso auf Schokofrüchte, Schwarzwälder Kirsch-Torte und Schokolade und Kirschen als solche abfahre, lag es nahe, den Aufstrich zu kaufen. Hierbei die Entwarnung für alle Skeptiker: Er schmeckt gut, sowohl nach Kirsche als auch nach Schokolade. Nur bilde ich mir vor lauter Schwarzwälder Kirsch-Torte inzwischen sogar automatisch Alkohol in der Kirsch-Schoko Kombination ein. Laut Inhaltsangabe ist dieser allerdings nicht enthalten – Fans von Kirschen und Schokoladen mit Alkohol müssen also Torte essen oder Mon Cheri futtern.

Zum Antibiotikum: Die Krankheitswelle hat auch mich erwischt, so dass ich zum Arzt ging, der mir 5 Sekunden in dne Hals geschaut hat und mich weitere 3 Minuten später mit folgendem verabschiedet hat:

  • ein Rezept für Penicillin
  • die Info, dass die Krankenkassen ihm wohl bald nur noch 40€ pro Patienten pro Quartal zahlen wollen, egal welche Leistung er erbringt
  • ohne Abstrich
  • ohne Blutuntersuchung

Die Verbindung von fehlender näherer Diagnose und Antibiotikagabe erscheint mir ja immer äußerst suspekt. So war’s dann auch, denn 3 Tage später ging es dem Hals immer noch nicht besser, worauf dann der Abstrich gemacht wurde und ich das nächste Antibiotikum (ohne Abstrichergebnis) nehmen sollte, da ich das erste ja nicht vertragen habe. Zwei Tage lautete das Ergebnis des Abstrichs: „Es sind keine Bakterien mehr da.“ Waren da jemals Bakterien? War es vielleicht einfach nur ein Virus, für den ich mein Immunsystem mal wieder gefoltert habe? Gut, bei möglichen 40€ auf drei Monate für mich erwarte ich keine Starbehandlung. Aber wenigstens eine anständige Diagnose meiner angeblichen bakteriellen Mandelentzündung. Ob die dem Arzt aus meinem Hals heraus wohl zugewunken haben?

Anti McDonalds: Ein Fazit

Nach meinem Eintrag vom 17.Juni dachte ich, ist es nun Zeit für ein kurzes Fazit der ganzen AntiMcDonalds-Kampagnen etc.

Zuerst nach Kreuzberg: Dort ist der McDonalds inzwischen fertiggestellt. Dort wird sich weiterhin aufgeregt, McWiderstand, McRisiko und Co. agieren weiter und jeden Dienstag finden „Anti-Mc-Donalds-Picknicke“ statt. Inzwischen werden sogar Vergleiche zu „Sexshops vor Schulen“ gezogen, da die erste McDo-Filiale in Kreuzberg nun tatsächlich in der Nähe von einer Berufsschule liegt und die Schüler als Zielgruppe nutzt.

Mehr nachzulesen u.A. auf welt.de.

Nun zur kleinen bayrischen Gemeinde. Auch hier wurde der McDonalds eröffnet, jedoch in einem leicht anderen Format als gewohnt. In Kombi mit einem McCafe kommt man in einem durchgestylten Laden und latscht als erstes zur „Infotheke“, wo man auf Flatscreens das Angebot gezeigt bekommt und bestellen darf. Dafür gibt’s einen Beleg, auf dem eine Nummer steht (der Vergleich zur Arbeitsagentur liegt nahe) und mit der man sich am Abholschalter (wahrscheinlich auch Terminal genannt, soweit meine Vermutung) sein Essen abholen darf, sobald auf dem Flatscreen über der Theke die eigene Nummer erscheint. Kai Pflaume war bei der Eröffnung auch dabei, Foto gab’s im Münchner Merkur dazu auch. Auch hier: gleich das Gymnasium mit 1200 Schülern um die Ecke.

Zusammenfassung also:

Weder in Kreuzberg (mit Medieninteresse und Aktionen und pipapo) noch im Landkreis München (siehe leiser Protest der Eltern und der Grünen) hat es etwas gebracht, beide McDonalds-Filialen wurden im Nu gebaut und eröffnet. Man sieht also, dass sich die eigentlich so fernen Welten doch äußerst nah sein können, wenn sie nur wollen.

Was gibt’s weiter zu McDonalds und Protesten zu sagen?

Nun, beides hat mit Hühnchen zu tun, das Eine auch mit Geld. Fangen wir mit dem Interessanten an. Also, das Hühnchen:

Der McChicken ist inzwischen rund und nicht mehr länglich, vom Format also deutlich dem Chickenburger angepasst, kleiner als der Alte ist er außerdem auch noch -> es schreit geradezu nach Preiserhöhung, ähnlich dem „kleinen Getränk“, das nur noch 0,25l statt 0,33l sind.

Zum zweiten Huhn also: Der Chickenburger, einst Mitglied in der Riege des „McDonalds Einmaleins 1×1″, kostet stolze 1,30€ (Preiserhöhung, Preiserhöhung…). Aber da der Beitrag ja AntiMcDonalds heißt, müssen hier natürlich auch diverse Protestaktionen aufgeführt werden, so z.B.

http://www.rettet-den-chickenburger.dl.am/

oder auch

http://www.mc-chicken.de/

die eigentlich für den Chickenburger kämpfen und wohl nicht ganz den Unterschied zum oben erwähnten McChicken verstanden haben. Aber gut, so viel Kenntnis über das McDonalds-Sortiment zu besitzen gehört wohl zum „Wissen, das man nicht wissen sollte“, so erwähnt in Dietrich Schwanitz Buch „Bildung – Alles was man wissen muss“ (hierbei auch als Buchtipp erwähnt).

Weiter im Text: Ebenso erhört: kleine Portion Pommes frites von 1€ auf 1,20€ und der Gartensalat von 1€ auf 1,49€. Dafür gibt’s zwar noch keine Petition, kommt aber sicher alles noch. Soweit also das „kurze“ Fazit, in weiteren McDonalds-Angelegenheiten auf dem Laufenden zu halten ist zwar peinlich, aber immerhin brachte mir der Suchbegriff „mcdonalds“ in den letzten Monaten die meisten Klicks auf diesen Blog, was vielleicht ja auch einfach für meine Zielgruppe spricht. Petitionen für mehr McDonalds-Artikel auf diesem Blog sind gern gesehen.

Fotoquellen siehe Links (welt.de und merkur-online.de)

Session #7 – Das Samstagabend-Daheimbleib-Phänomen

…oder auch: Wie schreibe ich überhaupt Phänomen?

Nachdem nun auch diese Rechtschreibverwirrungen behoben sind, kann ich ja zu meinem eigentlichen Thema dieses Blogeintrags (dem ersten seit Langem!) kommen:

Fühlt es sich für jeden komisch an, an einem Samstagabend (oder sei es jetzt der Abend vor einem Feiertag) daheimzubleiben?

Auf eine fast leere ICQ-Liste zu starren, auf der allerdings die wenigen, die online sind, als away gekennzeichnet sind und man sich sicher sein kann, dass wiederum die Hälfte von diesen wenigen ICQ-Online-Leuten schlichtweg vergessen haben, den PC herunterzufahren und gerade dicke Party irgendwo machen und wahrscheinlich den größten Abend ihres Lebens erleben, während man selbst gelangweilt daheim sitzt und nicht weiß, wohin mit seiner Zeit. Sicher erleben sie gerade nicht den größten Abend ihres Lebens, aber sie könnten ja. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist bei ihnen zumindest größer als bei mir.

Eigentlich ja lächerlich, und irgendwo auch Gruppenzwang und Orientierung an der Allgemeinheit/Masse (ja sonst wären ja so viele in ICQ on wie unter der Woche auch!), aber es gibt ja Momente, in denen einem das vollkommen egal ist. Verstärkt wird das Phänomen natürlich noch, wenn man sich eigentlich den ganzen Tag darum gekümmert hat, eine einigermaßen sinnvolle Abendgestaltung zu finden und entweder alle schlecht drauf sind und deshalb nicht mitkommen, oder alle irgendeine Party besuchen, zu der man selbst nicht eingeladen ist. Ergebnis: Man wird genauso schlecht drauf wie diejenigen, die mitunter daran Schuld haben, dass man nun in dieser dummen Lage steckt und trotz größter Bemühungen und Googlesuchen einfach nichts für einen solchen Abend gefunden hat, was zu tun ist.

Aber irgendwie muss man den Abend ja rumbringen und ich bin schon dabei, meinen alten jetzt.de-Account mal wieder zu aktivieren und mich bei neon.de anzumelden. Eigentlich ja alles derselbe Käse. Da wird der Artikel auch gleich mal veröffentlicht, und es ist wieder ein Schritt in Ende dieses Abends getan.

Traurigkeit des Tages – La baguette

Zur Traurigkeit des Tages möchte ich sagen, dass ich mein Leben lang eine gute Verbindung zu Fertigessen genoss. Selbst in Zeiten, als dieses noch nicht den Qualitätsstandard von heute inne hatte, habe ich das Zeug vorgesetzt bekommen (damals…mit 5 Jahren oder so) und ein essentieller Teil dieser Ernährung war für mich das Bistro Baguette „Hawaii“. Auch wenn ich mir jedes Mal für drei Tage den oberen Gaumen verbrannt habe, ich habe es geliebt. Also dachte ich mir heute Mittag, dass ich mal wieder eines der Baguettes essen könnte – gesagt getan. Dr. Oetker beschreibt sein Baguette folgendermaßen:

Bistro Baguettes Hawaii sind belegt mit saftigen Ananasstücken und feinem Schinken auf fruchtiger Tomatensauce, überbacken mit mildem Edamer.

Nun, früher jedoch, waren da auch noch Mandeln drauf. Und keine Tomatensauce, sondern eine weiße, cremige. Und jetzt, wo ich das Baguette so esse, merke ich, dass es genauso bescheiden schmeckt, wie die Ristorante Pizza Hawaii (ebenfalls Dr.Oetker), irgendwie echt traurig.

Oldschool Hawaii-Baguette, ade.

Lynwood

Der Großraum Los Angeles hat knapp 17 Millionen Einwohner. Das Los Angeles County allein hat ca. 10 Millionen.

72,984 davon leben in 14,770 Haushalten in Lynwood. Ein beschauliches Städtchen, wäre da nicht das örtliche Frauengefängnis. Doch Moment – irgendwo in diesem Blog tauchte der Name „Lynwood“ doch schon auf, mag sich der treue Leser denken. Richtig, denn hier residierte schon (oder eben residierte nicht) Paris Hilton! Vor drei Tagen hat es nun auch ihre (Ex-? Wer weiß das im Moment schon)Busenfreundin Nicole Richie erwischt, die schwanger ihre Haftstrafe wegen Fahren unter Drogeneinfluss absitzen wollte. Vielleicht bekam sie auch nur einen Stehplatz, denn aufgrund der anhaltenden Überbelegung im „Lynwood Carlton-Resort“ (4 Sterne und gratis Frühstück in der Honeymoon Suite) durfte Miss Richie lediglich 82 Minuten statt angedachten 4 Tagen dort verbringen.

Kurz ein Vergleich: Wie in oben verlinktem Artikel schon erwähnt, betrug der Anteil von Paris Hiltons effektiver Haftzeit (vor der nächsten Vorladung, nach der sie weitere 18 Tage im Lynwood verbringen durfte) an der verordneten ganze 11%. Nicole Richie unterbietet diese Quote nun jedoch rekordverdächtig mit ganzen 1,4%!

Der Staat Kalifornien sollte sich also etwas einfallen lassen – entweder mehr Frauengefängnisse für die Lynwood-Sisters, oder eine Idee, wie man den Hollywood-Sternchen Einhalt in Sachen „Fahren unter Alkohol-/Drogeneinfluss“ gebieten kann, denn es stellt sich schon die Nächste für den Lynwood-Club an: Lindsay Lohan. Wie es in einem Artikel von sternOnline heißt, hat diese nämlich eine Verfolgungsjagd hinter sich und ist wohl mehrmals unter Kokaineinfluss hinterm Steuer gesessen, der ORF berichtet noch von zweimaligem Fahren in eher betrunkenem Zustand. Wer jedoch beim „stern“ weiterliest, merkt, dass Lohan sogar schon verurteilt wurde, der Deal: 1 Tag Knast, 10 Tage gemeinnützige Arbeit, dazu muss sie noch ein 18monatiges Entzugsprogramm absolvieren und ist für drei Jahre auf Bewährung.

In Lynwood-Quoten ausgedrückt wären das:

Paris-Quote: 2 1/2 Stunden Knast, 1 Tag gemeinnützige Arbeit, 2 Monate Entzug und 4 Monate Bewährung

Nicole-Quote: 3 1/2 Minuten Knast, 2 Stunden gemeinnützige Arbeit, 7 Tage Entzug und ein halber Monat Bewährung

Nun liebe Lindsay, jetzt musst du dich entscheiden.

Ich auf jeden Fall werde absofort in der Kategorie „Lynwood“ über kleine und große Holly-/Lynwood-Sternchen und deren Fauxpas (so denn zum etwaigen Schmunzeln anregend) berichten :)

Got milk, China?

Panik in deutschen Supermärkten, Massenansturm auf die Kühltheke: Es wird wieder gehamstert, wir befinden uns im Ausnahmezustand, denn die Butter könnte ja bald knapp werden!

Reicht es nicht, dass die Chinesen durch die erhöhte Nachfrage einen erheblichen Teil zum steigenden Ölpreis beigetragen hat, sollen in unserem Land nun auch Quark, Butter und Milch selbst teurer werden. Und das wegen der erhöhten Nachfrage aus Fernost. Denn dort wird Milch seit Neustem hochgehypt, bessere Zähne, glatte Haut, ja das Mittelchen „gegen Zeichen der Hautalterung“, dazu natürlich ist sie natürlich noch mehr als gesund (kennen wir doch alles von Omas Empfehlung für Buttermilch). Die Lebensqualität hat in China in den letzten Jahren deutlich zugenommen – zumindest in den Städten – das Land erlebt einen Babyboom, und diese Mäuler wollen natürlich gestopft werden. Was aber hat das jetzt mit dem Bauern in Niederbayern zu tun, der seine Milch über die Molkerei und den Supermarkt an mich liefert und dafür recht wenig zurückbekommt?

Ganz einfach: Er kann genauso gut Milchpulver (haltbar!) für China herstellen. Blöd nur, dass bei dem ganzen Hype in China anscheinend recht wenig interessiert, dass der größte Teil der Bevölkerung an Laktoseintoleranz leidet; zu gut Deutsch: einfach keine Milch(-produkte) verträgt. Die Zahlen bzgl. des genauen Prozentsatzes schwanken, Wikipedia spricht von 98% der chinesischen Bevölkerung, welt.de von knapp 90…deutlich also, wie hoch der Anteil in der Bevölkerung ist. Sprach ich von blöd? Natürlich nicht, denn die Chinesen wären nicht sie selbst, wenn sie nicht schon längst Verfahren anwenden würden, um den Milchzucker bereits im Vorfeld aufzuspalten (was ja sonst das fehlende Enzym übernehmen würde). Klingt fast so einfach wie CO2-Wolken über Peking mit Spezialraketen abzuschießen, damit pünktlich zur Olympiade die Luft frischer wird.

Wir Europäer haben frischere Luft, hatten bisher Milch und sind trotzdem nur bedingt schöner, bleibt uns also nur das Umsteigen auf Margarine – für ein paar Jahre, bevor die Chinesen auch diesen westlichen Trend zu sich holen.

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